GAPP 2009/10 –

vom 28. Dezember bis zum 22. Januar




Planung und Vorbereitung von Winter GAPP von Annika Höhle (siehe: Artikel in der WLZ)


28 Schülerinnen und Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums sind vom 28. Dezember 2009 bis zum 21. Januar 2010 mit dem Austauschprogramm GAPP nach Amerika geflogen, um ihre Partnerschule, die Grandview Highschool in Aurora zu besuchen. GAPP ist ein staatliches Austauschprogramm, dass am GSG bereits seit acht Jahren existiert und von Andreas Hartenbach betreut wird.

Bevor wir unsere Austauschpartner und Gastfamilien in Denver/Colorado kennenlernten, verbrachten wir jedoch erst eine knappe Woche mit der gesamten Gruppe der deutschen Schüler in New York. Eine einmalige Erfahrung, denn die meisten waren vorher weder in New York, noch in den USA gewesen. Für die erste Freude nach der Ankunft in New York sorgten bei den meisten von uns schon die gelben Taxen.







Der Aufenthalt in New York wurde vorher von einer Kleingruppe der deutschen Schüler geplant und kleinere Ausflüge von dem vorher verdienten Geld finanziert. Im Voraus hatten wir bereits in Pausen Kuchen verkauft und auch auf dem Weihnachtsmarkt in Bad Wildungen hatten wir unseren eigenen Stand.

So konnten wir den Central Park, das Metropolitan Museum of Art, den Times Square, die Freiheitsstatue und vieles mehr aus nächster Nähe bestaunen. Eindrücke, die wir wohl nie vergessen werden, doch die Reise hatte ja gerade erst begonnen. Und so verließen wir New York mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn wir freuten uns auf die kommenden Wochen. New York hatte uns allen super gefallen.

Der nächste Flug ging nach Denver. In Denver konnten wir dann den “American way of life” aus nächster Nähe miterleben. Die meisten haben sich in ihrer Gastfamilie schnell eingelebt.

Uns fiel auf, dass unsere Partnerschule sehr gut ausgestattet ist. Anders als in Deutschland, haben die Lehrer ihren eigenen Klassenraum zu dem die Schüler gehen müssen, nicht umgekehrt. Und das Unterrichtssystem erinnerte an das der Universitäten in Deutschland. Die Schüler in Amerika bekommen zum Beispiel keine Noten für ihre mündliche Beteiligung.



Das man in Amerika schon mit 16 Auto fahren darf, fand bei uns Deutschen großen Anklang, jedoch leben die amerikanischen Jugendlichen in anderer Hinsicht eingeschränkter als wir. Sie werden ja erst mit 21 Jahren volljährig.

Die Tage in unseren Gastfamilien gingen viel zu schnell vorbei. Wir haben viel unternommen und uns einen wagen Eindruck davon verschaffen können, wie vielseitig Amerika ist.

Es hat uns allen sehr gut gefallen und wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch unserer Austauschpartner aus Denver.





NEW YORK Fotoimpressionen von Andreas Hartenbach










































Kulturelle Unterschiede von Barbara Friedrichs, Janina Syring und Isabel Knüppel

Viele Menschen haben bestimmte Vorurteile gegenüber Amerika. In den Köpfen der Deutschen ist Amerika ein fortschrittliches Land mit übergewichtigen Einwohnern. Doch nach unserem Aufenthalt in Denver im Bundesstaat Colorado können wir sagen, dass solche Vorurteile nicht immer zutreffen. Vergleicht man die USA mit Deutschland denkt man die USA sei sehr fortschrittlich, aber das trifft unserer Meinung nach nur auf der technischen Ebene zu. Als wir beim Job Shadowing und in der Schule waren ist uns aufgefallen, wie anspruchslos die Schule beziehungsweise die Berufswelt ist. Die amerikanischen Schüler haben im Durchschnitt etwa sechs Fächer, worunter sich auch Theater, Wrestling und Tanz befinden. Uns fiel auf wie unselbstständig die Jugendlichen sind, da sie noch nicht mal im Unterricht eigene Arbeit und mündliche Mitarbeit leisten müssen. Zuhause, insbesondere im Haushalt, haben sie keinerlei Pflichten zu erfüllen.

Eine weitere unzutreffende Erwartung ist, dass in den Schulen Uniformpflicht herrscht, doch die Schüler sind sogar im Schlafanzug in die Schule gegangen. Den Amerikanern scheint unter Anderem auch niemals kalt zu sein, denn während wir im Pulli herumliefen, gaben sie sich mit T-Shirt und Shorts zufrieden. Insgesamt haben wir uns trotz dieser Unterschiede sehr wohl gefühlt, da alle Leute sehr nett und freundlich waren und man sich gut unterhalten konnte. Diese Unterhaltung konnte jedoch nur so gut stattfinden, da wir ganz annehmbar Englisch sprechen können.








Die Amerikaner lernen zwar auch andere Sprachen, sind aber nicht in der Lage sich zu verständigen. Hierbei fällt auf, dass sie sich darauf ausruhen, dass Englisch eine Weltsprache ist. Das ist ein ziemlicher Rückstand, was ihnen auch bewusst ist.

Ein anderes Thema ist das Einkaufen. Fährt man zum Einkaufen, so muss man mit einer Viertelstunde Fahrtzeit rechnen, da es nicht viele Supermärkte gibt. Vor Allem in New York ist es kaum möglich normale Lebensmittel wie Kartoffeln zu bekommen. Außerdem ist manchmal die Mehrwertsteuer noch nicht in den Preis einberechnet und man bezahlt mehr, als man erwartet. Im Supermarkt gibt es Angestellte, die die Einkäufe auf das Band legen und in die Tüten räumen. Man geht jedoch nicht so häufig einkaufen, da man des Öfteren essen geht.

Im Restaurant werden 20% Trinkgeld verlangt, von dem die Kellner bezahlt werden. Für diese Restaurantbesuche wird auch gern mal eine halbe Stunde Fahrt in Kauf genommen, denn eine halbstündige Fahrt ist nur ein Katzensprung und es ist untypisch zu laufen, denn sie gehen noch nicht mal mit ihren Hunden spazieren.

Die Amerikaner sind alle sehr höflich und offen, doch geht es um das Thema Sex bei Jugendlichen, so sind sie sehr verklemmt. Außerdem sind sie so höflich, dass es einem manchmal gespielt vorkommt.

Trotz aller negativen Punkte, hat es uns in Amerika sehr gut gefallen. Es sind definitiv viele kulturelle Unterschiede vorhanden, aber sie sind alle überwindbar. Letztendlich sollte sich jeder selbst ein Bild machen.








Die Grandview Highschool von Julia Danz

Während unserem Amerikaaufenthalt (28.12.09-22.91.10) sollte Schule natürlich nicht komplett im Hintergrund stehen. So hatten wir einige interessante Tage an der Grandview High School in Aurora, Colorado.

Im kulturellen gelben Schulbus kamen wir also zur Grandview High School, wo sofort auffiel, wie groß diese Schule ist.

Mit _____ Schülern, _____ Lehrern wäre es anders wohl nicht möglich. Dazu kommen die zahlreichen Einrichtungen für die vielen Sportangebote, wie Turnhallen verschiedener Art, zum Beispiel mit Mattenboden für Sportarten wie Judo, diverse Krafträume, Schwimmbad und Sportplätze aller Art. Mit all dem ist die amerikanische Schule wohl schon von Äußerlichkeiten nicht mit deutschen Schulen zu vergleichen.

Die Vorstellung einer amerikanischen High School haben wohl die Meisten aus Filmen.

Man denkt sofort an eine riesige Cafeteria, die Schließfächer und lange, von Schülern gefüllte Flure.

Die Grandview kommt dem sehr nah, wie ich finde. Die Cafeteria ist groß, hell und hat außerhalb noch einige Sitzgelegenheiten. Essen kann man in kleinen „Stores“ kaufen, die von Slushgetränken, Chips und Pizza bis Äpfeln wohl auch alles verkaufen.

Die Schließfächer stehen auf bestimmten Teilen der „überfüllten Flure“. Dass die Flure aber eben nicht überfüllt sind und sich während dem Unterricht auch niemand dort aufhält ist die Aufgabe der Security.









Die Security, eine von mir grundsätzlich freundlich empfundene Gruppe, sorgt für „Ruhe & Ordnung“. Damit der Unterricht nicht gestört wird, hat man sich in Unterrichtfreien Phasen in der Cafeteria oder einer Art Empfangshalle aufzuhalten. Dass dies eingehalten wird, ist eine der Aufgaben der Security. Ebenfalls zu ihren Aufgaben gehört die Kontrolle der IDs, damit sich wirklich nur Schüler der Schule in ihr aufhalten, oder es sich um Besucher handelt, die aber angemeldet sein müssen und mit einer Gast ID versehen sind.

Unten abgebildet sieht man einen Einblick in das an dieser Schule vorhandene Schulsystem.

Im Grunde nicht schwer zu verstehen. Die Schüler haben 99 Minuten Unterricht, welche in „Periods“ angegeben werden (entsprechend deutscher Stunden) und dann jeweils 7 Minuten Pause. Um nicht ein riesiges Durcheinander in der Cafeteria zu verursachen, hat man die Schüler in die verschiedenen „Lunchtimes“ aufgeteilt, in denen sie Zeit zum Essen und erholen haben.




Lunch Schedule 3A/3B

 

Regular Schedule

Wednesday Schedule

Classes

A Lunch

10:52 - 11:27

11:12 - 11:42

Visual Arts, FACS, English, World Languages

Class

11:27 - 1:06

11:42 - 1:16

Class

10:52 - 11:22

11:12 - 11:42

Social Studies, Business

B Lunch

11:22 - 11:57

11:42 - 12:12

Class

11:57 - 1:06

12:12 - 1:16

Class

10:52 - 11:52

11:12 - 12:12

Math, SAS, Technology/Computer

C Lunch

11:52 - 12:27

12:12 - 12:42

Class

12:27 - 1:06

12:42 - 1:16

Class

10:52 - 12:31

11:12 - 12:46



Daily Schedule

 

Regular Schedule

Wednesday Schedule

Academic Access

7:00 - 7:20

PLC Meeting Time

Period 1(A)/1(B)

7:20 - 8:59

8:00 - 9:29

Period 2(A)/2(B)

9:06 - 10:45

9:36 - 11:05

Period 3(A)/3(B)

10:52 - 1:06

11:12 - 1:16

Period 4(A)/4(B)

1:13 - 2:52

1:23 - 2:52


Was mir besonders gut an der Grandview High School gefallen hat, war die gute Atmosphäre.

Man wurde von Jedem freundlich behandelt, vor allem als Gastschüler zeigten viele Schüler, sowie Lehrer Interesse an uns.

Niemand wird dort schräg angeguckt, weil er andere Kleidung trägt, oder andere Musik hört. Dadurch, dass es eine wirklich große Schule ist, gibt es von jeder Sorte Mensch noch Weitere.

Dass die Schüler Kleidung ihrer Schule tragen, zeigt schon, dass sie in gewisser Weise stolz auf ihre Schule sind, was mit den vielen Angeboten(z.B. Sportangebote) zusammenhängen könnte, man aber auch nur gut bewerten kann.

Sogar das Verhältnis von Schülern zu Security, wovon ich anfangs dachte, es müsse distanziert und streng sein, ist ein respektvolles, freundliches, ja manchmal kam es mir sogar freundschaftlich vor.

Auch das Schüler-Lehrerverhältnis war in den meisten Fällen eher ein zwar respektvolles aber lockeres und stets freundliches, was ich als besonders positiv empfinde.

Fest steht, dass die Schule sehr sehenswert ist, allein wegen dem System und den Angeboten, aber vor allem wegen den Menschen dort.




Mein Wochenende in der Gastfamilie von Annika Klawe

Da wir an einem Samstagabend in Denker ankamen, startete mein Sonntagmorgen mit Ausschlafen und Pancakes mit Sirup. Danach waren meine Austauschpartnerin und ich noch mit ihrem Vater in einem Lokal Brunchen. Dort gab es schon zum Frühstück Pommes und Gewürzgurken, wieder Pancakes und richtig leckere Sandwichs. Natürlich gab es auch wie in Deutschland zu so einem Frühstück Eier und Speck, aber dort fielen mir schon die ersten Unterschiede zwischen deutschem und amerikanischem Frühstück auf.

Danach sind wir zu King Soopers gefahren, ein riesen Supermarkt, der einfach alles hat. Dort wurde dann erstmal essen für die nächsten Wochen eingekauft. Was lecker aussah, kam in den Wagen. Was man noch erwähnen sollte, es war Sonntag. An einem Sonntagmittag einkaufen gehen, kann man sich in Deutschland ja eher nicht vorstellen. Amerika eben.

Abends waren ich und meine Austauschpartnerin dann bei ihrem Freund zum Dinner eingeladen. Die ganze Familie des Freundes wollte mich unbedingt kennenlernen. Von dort aus sind wir direkt zu einem Country Club gefahren, in dem ich neben Line Dance und Beer Pong auch Bekanntschaft mit dem elektrischen Bullen machte, den ich, nach der Meinung der Amerikaner, unbedingt reiten musste. Es war ein sehr lustiger Abend, vor allem weil man solche Clubs eigentlich nur aus amerikanischen Filmen kennt. Obwohl wir den nächsten Morgen Schule hatten, waren wir recht spät zu Hause.





Da meine Austauschpartnerin im Schwimmteam ist, verbrachte ich den gesamten Samstag mit einer meiner Freundinnen. Wir waren im Kino. Dort schockte uns dann erstmal das total versalzende und nur nach Butter schmeckende Popcorn, als wir dann auch feststellten, dass Amerikaner über total andere Witze lachen als wir Deutschen. Abends waren wir dann noch auf zwei Partys, eine bei einer Gastfamilie für uns Deutsche, bei der wir Verstecken oder Tischtennis spielten und dann bei mir zu Hause mit den gesamten Freunden meiner Austauschpartnerin die ich schon kennengelernt hatte. Hier spielten wir Beer Pong und haben sehr viel gelacht.

Sonntag sind wir dann in die Berge gefahren und haben uns Wölfe in einer Art Tierpark angeguckt. Das war recht interessant.

An meinem letzten Wochenende in Denver, das dank zwei freien Tagen sogar richtig lange war, sind wir dann nach Breckenridge zum Skifahren gefahren. Es war richtig tolles Wetter und die Pisten dort waren super. Auch der Whirlpool in der Eigentumswohnung war cool. Wir sind den ganzen Tag Ski gefahren, danach in den Whirlpool und haben uns dann im Ort etwas zu essen geholt.

Meinen Erfahrungen zufolge sind Wochenenden in Amerika also gar nicht so anders als in Deutschland. Man geht auf Partys, macht Wochenendausflüge und besucht Freunde.





In der Gastfamilie von Jan-Philipp Starke

Das erste Mal sahen wir die Menschen, mit denen wir die nächsten zweieinhalb Wochen verbringen würden, als sie uns als große Menschentraube mit Plakaten und freudigen Empfangsrufen am Flughafen empfingen. Ich war erwartungsvoll und gespannt auf die nächsten Wochen im Land der doch nicht ganz so unbegrenzten Möglichkeiten wie sich später herausstellte, in denen ich eine Menge Erfahrungen und Erlebnisse machen würde.

Vom Flughafen fuhren wir dann alle mit unseren Familien nach Hause, was in meinem Fall sofort einige Klischees erfüllte; ein klassisches, großes amerikanisches Auto und ein klassisches amerikanisches Haus wie aus dem Bilderbuch in einer gigantischen, labyrinthartigen Wohnsiedlung, die von schnurgeraden Straßen durchzogen wurde. Im Nachhinein muss ich über diese Fahrt lachen, die förmlicher eigentlich nicht hätte sein können, es war wie ein Herantasten und Einschätzen des jeweils anderen im Schneckentempo, zum Glück ging es zu Hause dann schneller.

Kaum angekommen gab´s noch schnell Abendbrot und eine kurze Führung durch´s Haus, dann viel ich auch schon k.o. ins Bett, über dem überraschender Weise eine Deutschlandflagge hing.

Ich brauchte ein paar Tage bis ich mich komplett eingewöhnt hatte, aber dann merkte ich, wie ich mit der total netten und offenen Familie von Tag zu Tag mehr zusammenwuchs. Meine Gastfamilie war wie viele Amerikaner sehr religiös, weshalb wir jeden Sonntag in die Kirche gingen. Nach dem Gottesdienst, der vollkommen anders und viel lebendiger gestaltet wird als in Deutschland und in dem Menschen jeden Alters sitzen, blieben wir noch zwei Stunden in der Kirche, in denen wichtige Dinge wie Entscheidungen über die Aufnahme neuer Mitglieder in die Kirche besprochen wurden und die Jugendlichen Unterricht von einem Pfarrer bekamen.








Auch unter der Woche bekamen die jungen Gemeindemitglieder morgens vor der Schule eine ¾ Stunde „seminary“ meistens, indem eine Textstelle aus der Bibel oder dem „Book of Mormon“ gelesen und besprochen wurde. Mir wurde jedoch immer freigestellt an diesen Dingen teilzunehmen. Doch da ich diese Art Kirche zu gestalten sehr interessant fand und sich der Glaube nicht sonderlich von den evangelischen Vorstellungen unterscheidet, begleitete ich meinen Austauschpartner meistens.

Die Schule begann dort schon um 7:20 und nahm den größten Teil des Tages ein.

An den Wochenenden unternahm meine Gastfamilie mit mir Ausflüge, wie zum Beispiel in das olympische Trainigscenter, in denen die Athleten trainierten die auch jetzt an den olympischen Winterspielen teilnehmen oder dem „Garden of the Gods“ ein Naturwunder, wie ich es bisher noch nicht gesehen hatte. Dort ragen rote Sandsteinfelsen 5-50 Meter senkrecht aus dem Boden; gerade bei Sonnenuntergang ein überwältigend schöner Anblick!





Eins meiner Highlights war auch eine Tour in die Rocky Mountains, wo wir Ski fuhren und rodelten. Die Pisten dort ähneln denen in den Alpen sehr, sie sind nur etwas breiter und weniger steil, was das Skifahren entspannter macht, den Spaß jedoch nicht im geringsten verringert. An diesem Dienstag hatten wir auf Grund des Beginns eines neuen Halbjahres keine Schule, weshalb die mit gutem neuem Schnee bedeckten Pisten angenehm frei waren. Ich genoss diesen Tag ganz besonders, da mir immer wieder bewusst wurde, wie wenig Zeit bis zur Abreise nur noch blieb. Inzwischen waren mein Austauschpartner und ich gute Freunde geworden und auch mit den anderen Familienmitgliedern verstand ich mich hervorragend.

Natürlich vermisste ich ein paar deutsche Dinge wie dunkles Brot (auch wenn das Essen in meiner Gastfamilie für amerikanische Verhältnisse sehr gut war) oder Wasser ohne Chlorgeschmack, aber hätte ich die Wahl gehabt, wäre ich sicher noch länger dort geblieben, denn langweilig wurde es dort nie und man lernte jeden Tag dazu und machte neue Erfahrungen!

Als dann der Tag vor der Abreise kam hatte ich natürlich keinerlei Motivation meinen Koffer zu packen, ich wollte ja den letzten Rest der schönen Zeit genießen.




Nach dem „dinner“ tauschten meine Gastfamilie und ich Abschiedsgeschenke aus und machten noch einmal deutlich, dass man sich gegenseitig jederzeit besuchen könne, denn mein Austauschpartner hat in diesem Sommer wie viele andere nicht die Möglichkeit nach Deutschland zu kommen, will es aber so bald wie möglich nachholen.

Leider kommt dieser Bericht nicht zu einem „Happy End“ was die Amerikaner ja so mögen, sondern endet mit dem schon immer ungeliebten Abschied. Am nächsten morgen brachte mich meine Gastfamilie zu der Grandview-Highschool, wo wir nur wenig Zeit hatten uns noch einmal zu verabschieden, bevor wir uns mit dem Bus zum Flughafen wieder auf die Heimreise nach Deutschland machten.

In diesem viel zu kurzen Austausch stellte sich für mich heraus, dass sowohl die Menschen, als auch ihre Kultur und ihr Land Deutschland so ähnlich und doch grundverschieden sind.

Abschließend lässt sich sagen, dass ich diese wunderbare Zeit gegen Nichts in der Welt eintauschen würde, es war eine der schönsten meines Lebens! =)



Ein amerikanisches Wochenende von Cornelia Schneidmüller

Ehrlich gesagt hatte ich ein wenig Angst vor dem Wochenende, denn ich würde für ganze zwei Tage keine anderen Deutschen sehen und das war eine wirklich schlimme Sache ;) Es war aber sehr schön, meine Gastfamilie hat mich am ersten Wochenende nach Boulder mitgenommen, die Stadt mit der bedeutendsten Uni von Colorado. Meine Austauschpartnerin und ich haben uns aber mehr für die vielen Läden in der Pearl Street interessiert, in denen teilweise merkwürdige Dinge verkauft wurden. Zum Beispiel gab es in einem Laden verzierte Holzstöcke, die für 200 Dollar als „wands“ also Zauberstäbe, verkauft wurden. Ich habe auch zum ersten Mal in meinem Leben Speckschokolade gegessen, die gar nicht mal so schlecht war.







Am Sonntag ist die große Schwester meiner Austauschpartnerin mit ihrem Mann und ihrem Sohn zu Besuch gekommen. Wir haben ganz typisch amerikanisch ein Footballspiel im Fernsehen gesehen (alle haben laut gejubelt und sind herumgesprungen wenn ein Punkt gemacht wurde) und wir haben mit allen Monopoly gespielt, was eine anstrengende Sache war da Amerikaner harte Verhandlungspartner sind wie ich festgestellt habe.

Für mich war die beste Sache aber am nächsten Wochenende. Ich bin ein riesiger South Park-Fan und meine Austauschpartnerin auch (jeden Abend gab es South Park im Fernsehen) und so sind wir mit der ganzen Familie am zweiten Wochenende in die Berge nach South Park gefahren. Ich hatte vorher nicht gewusst das diese Stadt echt existiert, aber sie gibt es. Das wichtigste war natürlich ein Foto vor dem South Park City-Schild und vor der South Park Elementary School  Die Stadt ist winzig und dort ist echt nicht viel los, aber es gibt überall Merchandise-Shops für South Park und an manche Wände sind Figuren aus der Serie aufgemalt. Ich als Fan war begeistert.








Nach South Park sind wir nach Breckenridge gefahren, eine berühmte Kleinstadt und Skigebiet. Wir haben in einem Ferienhaus 2 mal übernachtet. Ich habe noch nie so ein Ferienhaus gesehen. Es stand dem Wohnhaus meiner Gastfamilie in nichts nach, und das war wirklich schon nicht klein.

Überhaupt gab es dort viele riesige Ferienhäuser. Das Beste war aber der riesige Fernseher und der Whirlpool auf dem Balkon. Man war im Whirlpool, hat die Berge und die Umgebung gesehen und es hat geschneit. Dann noch eine Wasserschlacht mit meiner Austauschpartnerin 

Breckenridge ist ähnlich wie Boulder, nur natürlich kleiner. Doch auch hier gab es merkwürdige Geschäfte auf die wir uns natürlich gleich gestürzt haben und in denen wir merkwürdige Hüte und Sonnenbrillen anprobiert haben.

Es war ein langes Wochenende und so konnten wir uns noch Montag Abend mit anderen Amerikanern und deren Austauschpartnern treffen.

Ich fand das Wochenende super, ich habe die Verwandten meiner Austauschpartnerin kennengelernt und habe viel von Colorado gesehen. Und es war gar nicht schlimm für längere Zeit keine Deutschen zu sehen ;)










Wie wir unsere Geburtstage erlebt haben von Lisa Backhaus und Rebecca Berthold

IAls wir am Anfang erfuhren, dass wir unseren Geburtstag in Amerika verbringen werden, sahen wir der Zeit mit gemischten Gefühlen entgegen.

Auf der einen Seite waren wir auf die neue Erfahrung und mal einen anderen Geburtstag gespannt, auf der anderen Seite waren wir traurig, dass wir unseren Geburtstag weit weg von unseren Freunden und unserer Familie verbringen mussten.

An unserem Geburtstag wurden wir morgens mit Kuchen, Geschenken und Gesang von der ganzen Familie überrascht. Lisa musste dann aufstehen und in die Schule gehen. Rebecca konnte ausschlafen und gemütlich frühstücken.

Mittags sind wir mit den Familien essen gegangen und konnten uns aussuchen, was wir Nachmittags machen wollen. Wir sind dann beide mit Freunden, deutschen und amerikanischen, einkaufen gegangen und haben Zeit in der Stadt verbracht.

Abends gab es wieder tolles Essen und eine kleine Überraschungsparty mit tollem Kuchen.

Außerdem haben auch unsere Familie und Freunde uns nicht vergessen, sondern angerufen und Geschenke geschickt.

Unser Geburtstag in Amerika war auf jeden Fall eine schöne, unvergessliche Erfahrung, die wir gerne wiederholen würden.