|
GAPP
2009/10 –
vom
28. Dezember bis zum 22. Januar
|
|
|
|
|
|
Planung
und Vorbereitung von Winter GAPP von
Annika Höhle (siehe: Artikel in der WLZ)
28
Schülerinnen und Schüler des
Gustav-Stresemann-Gymnasiums sind vom 28. Dezember 2009 bis zum
21. Januar 2010 mit dem Austauschprogramm GAPP nach Amerika
geflogen, um ihre Partnerschule, die Grandview Highschool in
Aurora zu besuchen. GAPP ist ein staatliches Austauschprogramm,
dass am GSG bereits seit acht Jahren existiert und von Andreas
Hartenbach betreut wird.
Bevor
wir unsere Austauschpartner und Gastfamilien in Denver/Colorado
kennenlernten, verbrachten wir jedoch erst eine knappe Woche mit
der gesamten Gruppe der deutschen Schüler in New York. Eine
einmalige Erfahrung, denn die meisten waren vorher weder in New
York, noch in den USA gewesen. Für die erste Freude nach der
Ankunft in New York sorgten bei den meisten von uns schon die
gelben Taxen.
|
|
|
|
Der
Aufenthalt in New York wurde vorher von einer Kleingruppe der
deutschen Schüler geplant und kleinere Ausflüge von dem
vorher verdienten Geld finanziert. Im Voraus hatten wir bereits
in Pausen Kuchen verkauft und auch auf dem Weihnachtsmarkt in Bad
Wildungen hatten wir unseren eigenen Stand.
So
konnten wir den Central Park, das Metropolitan Museum of Art, den
Times Square, die Freiheitsstatue und vieles mehr aus nächster
Nähe bestaunen. Eindrücke, die wir wohl nie vergessen
werden, doch die Reise hatte ja gerade erst begonnen. Und so
verließen wir New York mit einem lachenden und einem
weinenden Auge, denn wir freuten uns auf die kommenden Wochen. New
York hatte uns allen super gefallen.
|
|
Der
nächste Flug ging nach Denver. In Denver konnten wir dann den
“American way of life” aus nächster Nähe
miterleben. Die meisten haben sich in ihrer Gastfamilie schnell
eingelebt.
Uns
fiel auf, dass unsere Partnerschule sehr gut ausgestattet ist.
Anders als in Deutschland, haben die Lehrer ihren eigenen
Klassenraum zu dem die Schüler gehen müssen, nicht
umgekehrt. Und das Unterrichtssystem erinnerte an das der
Universitäten in Deutschland. Die Schüler in Amerika
bekommen zum Beispiel keine Noten für ihre mündliche
Beteiligung.
|
|
|
|
Das
man in Amerika schon mit 16 Auto fahren darf, fand bei uns
Deutschen großen Anklang, jedoch leben die amerikanischen
Jugendlichen in anderer Hinsicht eingeschränkter als wir.
Sie werden ja erst mit 21 Jahren volljährig.
Die
Tage in unseren Gastfamilien gingen viel zu schnell vorbei. Wir
haben viel unternommen und uns einen wagen Eindruck davon
verschaffen können, wie vielseitig Amerika ist.
Es
hat uns allen sehr gut gefallen und wir freuen uns schon auf den
Gegenbesuch unserer Austauschpartner aus Denver.
|
|
|
|
|
|
|
|
NEW
YORK Fotoimpressionen von Andreas Hartenbach

|

|
|

|

|
|

|

|
|

|

|
|

|

|
|

|

|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Kulturelle
Unterschiede von Barbara Friedrichs, Janina Syring
und Isabel Knüppel
Viele
Menschen haben bestimmte Vorurteile gegenüber Amerika. In den
Köpfen der Deutschen ist Amerika ein fortschrittliches Land
mit übergewichtigen Einwohnern. Doch nach unserem Aufenthalt
in Denver im Bundesstaat Colorado können wir sagen, dass
solche Vorurteile nicht immer zutreffen. Vergleicht man die USA
mit Deutschland denkt man die USA sei sehr fortschrittlich, aber
das trifft unserer Meinung nach nur auf der technischen Ebene zu.
Als wir beim Job Shadowing und in der Schule waren ist uns
aufgefallen, wie anspruchslos die Schule beziehungsweise die
Berufswelt ist. Die amerikanischen Schüler haben im
Durchschnitt etwa sechs Fächer, worunter sich auch Theater,
Wrestling und Tanz befinden. Uns fiel auf wie unselbstständig
die Jugendlichen sind, da sie noch nicht mal im Unterricht eigene
Arbeit und mündliche Mitarbeit leisten müssen. Zuhause,
insbesondere im Haushalt, haben sie keinerlei Pflichten zu
erfüllen.
|
|
Eine
weitere unzutreffende Erwartung ist, dass in den Schulen
Uniformpflicht herrscht, doch die Schüler sind sogar im
Schlafanzug in die Schule gegangen. Den Amerikanern scheint unter
Anderem auch niemals kalt zu sein, denn während wir im Pulli
herumliefen, gaben sie sich mit T-Shirt und Shorts zufrieden.
Insgesamt haben wir uns trotz dieser Unterschiede sehr wohl
gefühlt, da alle Leute sehr nett und freundlich waren und man
sich gut unterhalten konnte. Diese Unterhaltung konnte jedoch nur
so gut stattfinden, da wir ganz annehmbar Englisch sprechen
können.
|
|
|
|
Die
Amerikaner lernen zwar auch andere Sprachen, sind aber nicht in
der Lage sich zu verständigen. Hierbei fällt auf, dass
sie sich darauf ausruhen, dass Englisch eine Weltsprache ist. Das
ist ein ziemlicher Rückstand, was ihnen auch bewusst ist.
Ein
anderes Thema ist das Einkaufen. Fährt man zum Einkaufen, so
muss man mit einer Viertelstunde Fahrtzeit rechnen, da es nicht
viele Supermärkte gibt. Vor Allem in New York ist es kaum
möglich normale Lebensmittel wie Kartoffeln zu bekommen.
Außerdem ist manchmal die Mehrwertsteuer noch nicht in den
Preis einberechnet und man bezahlt mehr, als man erwartet. Im
Supermarkt gibt es Angestellte, die die Einkäufe auf das Band
legen und in die Tüten räumen. Man geht jedoch nicht so
häufig einkaufen, da man des Öfteren essen geht.
|
|
Im
Restaurant werden 20% Trinkgeld verlangt, von dem die Kellner
bezahlt werden. Für diese Restaurantbesuche wird auch gern
mal eine halbe Stunde Fahrt in Kauf genommen, denn eine
halbstündige Fahrt ist nur ein Katzensprung und es ist
untypisch zu laufen, denn sie gehen noch nicht mal mit ihren
Hunden spazieren.
Die
Amerikaner sind alle sehr höflich und offen, doch geht es um
das Thema Sex bei Jugendlichen, so sind sie sehr verklemmt.
Außerdem sind sie so höflich, dass es einem manchmal
gespielt vorkommt.
Trotz
aller negativen Punkte, hat es uns in Amerika sehr gut gefallen.
Es sind definitiv viele kulturelle Unterschiede vorhanden, aber
sie sind alle überwindbar. Letztendlich sollte sich jeder
selbst ein Bild machen.
|
|
|

|
Die
Grandview Highschool von Julia Danz
Während
unserem Amerikaaufenthalt (28.12.09-22.91.10) sollte Schule
natürlich nicht komplett im Hintergrund stehen. So hatten wir
einige interessante Tage an der Grandview High School in Aurora,
Colorado.
Im
kulturellen gelben Schulbus kamen wir also zur Grandview High
School, wo sofort auffiel, wie groß diese Schule ist.
Mit
_____ Schülern, _____ Lehrern wäre es anders wohl nicht
möglich. Dazu kommen die zahlreichen Einrichtungen für
die vielen Sportangebote, wie Turnhallen verschiedener Art, zum
Beispiel mit Mattenboden für Sportarten wie Judo, diverse
Krafträume, Schwimmbad und Sportplätze aller Art. Mit
all dem ist die amerikanische Schule wohl schon von
Äußerlichkeiten nicht mit deutschen Schulen zu
vergleichen.
|
|
Die
Vorstellung einer amerikanischen High School haben wohl die
Meisten aus Filmen.
Man
denkt sofort an eine riesige Cafeteria, die Schließfächer
und lange, von Schülern gefüllte Flure.
Die
Grandview kommt dem sehr nah, wie ich finde. Die Cafeteria ist
groß, hell und hat außerhalb noch einige
Sitzgelegenheiten. Essen kann man in kleinen „Stores“
kaufen, die von Slushgetränken, Chips und Pizza bis Äpfeln
wohl auch alles verkaufen.
Die
Schließfächer stehen auf bestimmten Teilen der
„überfüllten Flure“. Dass die Flure aber
eben nicht überfüllt sind und sich während dem
Unterricht auch niemand dort aufhält ist die Aufgabe der
Security.
|

|
|
|
Die
Security, eine von mir grundsätzlich freundlich empfundene
Gruppe, sorgt für „Ruhe & Ordnung“. Damit der
Unterricht nicht gestört wird, hat man sich in
Unterrichtfreien Phasen in der Cafeteria oder einer Art
Empfangshalle aufzuhalten. Dass dies eingehalten wird, ist eine
der Aufgaben der Security. Ebenfalls zu ihren Aufgaben gehört
die Kontrolle der IDs, damit sich wirklich nur Schüler der
Schule in ihr aufhalten, oder es sich um Besucher handelt, die
aber angemeldet sein müssen und mit einer Gast ID versehen
sind.
|
|
Unten
abgebildet sieht man einen Einblick in das an dieser Schule
vorhandene Schulsystem.
Im
Grunde nicht schwer zu verstehen. Die Schüler haben 99
Minuten Unterricht, welche in „Periods“ angegeben
werden (entsprechend deutscher Stunden) und dann jeweils 7
Minuten Pause. Um nicht ein riesiges Durcheinander in der
Cafeteria zu verursachen, hat man die Schüler in die
verschiedenen „Lunchtimes“ aufgeteilt, in denen sie
Zeit zum Essen und erholen haben.
|
|
|
Lunch
Schedule 3A/3B
|
|
|
Regular
Schedule
|
Wednesday
Schedule
|
Classes
|
|
A
Lunch
|
10:52
- 11:27
|
11:12
- 11:42
|
Visual
Arts, FACS, English, World Languages
|
|
Class
|
11:27
- 1:06
|
11:42
- 1:16
|
|
Class
|
10:52
- 11:22
|
11:12
- 11:42
|
Social
Studies, Business
|
|
B
Lunch
|
11:22
- 11:57
|
11:42
- 12:12
|
|
Class
|
11:57
- 1:06
|
12:12
- 1:16
|
|
Class
|
10:52
- 11:52
|
11:12
- 12:12
|
Math,
SAS, Technology/Computer
|
|
C
Lunch
|
11:52
- 12:27
|
12:12
- 12:42
|
|
Class
|
12:27
- 1:06
|
12:42
- 1:16
|
|
Class
|
10:52
- 12:31
|
11:12
- 12:46
|
|
|
Daily
Schedule
|
|
Regular
Schedule
|
Wednesday
Schedule
|
|
Academic
Access
|
7:00
- 7:20
|
PLC
Meeting Time
|
|
Period
1(A)/1(B)
|
7:20
- 8:59
|
8:00
- 9:29
|
|
Period
2(A)/2(B)
|
9:06
- 10:45
|
9:36
- 11:05
|
|
Period
3(A)/3(B)
|
10:52
- 1:06
|
11:12
- 1:16
|
|
Period
4(A)/4(B)
|
1:13
- 2:52
|
1:23
- 2:52
|
|
|
|
Was
mir besonders gut an der Grandview High School gefallen hat, war
die gute Atmosphäre.
Man
wurde von Jedem freundlich behandelt, vor allem als Gastschüler
zeigten viele Schüler, sowie Lehrer Interesse an uns.
Niemand
wird dort schräg angeguckt, weil er andere Kleidung trägt,
oder andere Musik hört. Dadurch, dass es eine wirklich große
Schule ist, gibt es von jeder Sorte Mensch noch Weitere.
Dass
die Schüler Kleidung ihrer Schule tragen, zeigt schon, dass
sie in gewisser Weise stolz auf ihre Schule sind, was mit den
vielen Angeboten(z.B. Sportangebote) zusammenhängen könnte,
man aber auch nur gut bewerten kann.
|
|
Sogar
das Verhältnis von Schülern zu Security, wovon ich
anfangs dachte, es müsse distanziert und streng sein, ist ein
respektvolles, freundliches, ja manchmal kam es mir sogar
freundschaftlich vor.
Auch
das Schüler-Lehrerverhältnis war in den meisten Fällen
eher ein zwar respektvolles aber lockeres und stets freundliches,
was ich als besonders positiv empfinde.
Fest
steht, dass die Schule sehr sehenswert ist, allein wegen dem
System und den Angeboten, aber vor allem wegen den Menschen dort.
|
|
|
|
Mein
Wochenende in der Gastfamilie von Annika Klawe
Da
wir an einem Samstagabend in Denker ankamen, startete mein
Sonntagmorgen mit Ausschlafen und Pancakes mit Sirup. Danach waren
meine Austauschpartnerin und ich noch mit ihrem Vater in einem
Lokal Brunchen. Dort gab es schon zum Frühstück Pommes
und Gewürzgurken, wieder Pancakes und richtig leckere
Sandwichs. Natürlich gab es auch wie in Deutschland zu so
einem Frühstück Eier und Speck, aber dort fielen mir
schon die ersten Unterschiede zwischen deutschem und
amerikanischem Frühstück auf.
Danach
sind wir zu King Soopers gefahren, ein riesen Supermarkt, der
einfach alles hat. Dort wurde dann erstmal essen für die
nächsten Wochen eingekauft. Was lecker aussah, kam in den
Wagen. Was man noch erwähnen sollte, es war Sonntag. An einem
Sonntagmittag einkaufen gehen, kann man sich in Deutschland ja
eher nicht vorstellen. Amerika eben.
|
|
Abends
waren ich und meine Austauschpartnerin dann bei ihrem Freund zum
Dinner eingeladen. Die ganze Familie des Freundes wollte mich
unbedingt kennenlernen. Von dort aus sind wir direkt zu einem
Country Club gefahren, in dem ich neben Line Dance und Beer Pong
auch Bekanntschaft mit dem elektrischen Bullen machte, den ich,
nach der Meinung der Amerikaner, unbedingt reiten musste. Es war
ein sehr lustiger Abend, vor allem weil man solche Clubs
eigentlich nur aus amerikanischen Filmen kennt. Obwohl wir den
nächsten Morgen Schule hatten, waren wir recht spät zu
Hause.
|
|
|
|
Da
meine Austauschpartnerin im Schwimmteam ist, verbrachte ich den
gesamten Samstag mit einer meiner Freundinnen. Wir waren im Kino.
Dort schockte uns dann erstmal das total versalzende und nur nach
Butter schmeckende Popcorn, als wir dann auch feststellten, dass
Amerikaner über total andere Witze lachen als wir Deutschen.
Abends waren wir dann noch auf zwei Partys, eine bei einer
Gastfamilie für uns Deutsche, bei der wir Verstecken oder
Tischtennis spielten und dann bei mir zu Hause mit den gesamten
Freunden meiner Austauschpartnerin die ich schon kennengelernt
hatte. Hier spielten wir Beer Pong und haben sehr viel gelacht.
|
|
Sonntag
sind wir dann in die Berge gefahren und haben uns Wölfe in
einer Art Tierpark angeguckt. Das war recht interessant.
An
meinem letzten Wochenende in Denver, das dank zwei freien Tagen
sogar richtig lange war, sind wir dann nach Breckenridge zum
Skifahren gefahren. Es war richtig tolles Wetter und die Pisten
dort waren super. Auch der Whirlpool in der Eigentumswohnung war
cool. Wir sind den ganzen Tag Ski gefahren, danach in den
Whirlpool und haben uns dann im Ort etwas zu essen geholt.
Meinen
Erfahrungen zufolge sind Wochenenden in Amerika also gar nicht so
anders als in Deutschland. Man geht auf Partys, macht
Wochenendausflüge und besucht Freunde.
|
|
|
|
In
der Gastfamilie von Jan-Philipp Starke
Das
erste Mal sahen wir die Menschen, mit denen wir die nächsten
zweieinhalb Wochen verbringen würden, als sie uns als große
Menschentraube mit Plakaten und freudigen Empfangsrufen am
Flughafen empfingen. Ich war erwartungsvoll und gespannt auf die
nächsten Wochen im Land der doch nicht ganz so unbegrenzten
Möglichkeiten wie sich später herausstellte, in denen
ich eine Menge Erfahrungen und Erlebnisse machen würde.
Vom
Flughafen fuhren wir dann alle mit unseren Familien nach Hause,
was in meinem Fall sofort einige Klischees erfüllte; ein
klassisches, großes amerikanisches Auto und ein klassisches
amerikanisches Haus wie aus dem Bilderbuch in einer gigantischen,
labyrinthartigen Wohnsiedlung, die von schnurgeraden Straßen
durchzogen wurde. Im Nachhinein muss ich über diese Fahrt
lachen, die förmlicher eigentlich nicht hätte sein
können, es war wie ein Herantasten und Einschätzen des
jeweils anderen im Schneckentempo, zum Glück ging es zu Hause
dann schneller.
|
|
Kaum
angekommen gab´s noch schnell Abendbrot und eine kurze
Führung durch´s Haus, dann viel ich auch schon k.o. ins
Bett, über dem überraschender Weise eine
Deutschlandflagge hing.
Ich
brauchte ein paar Tage bis ich mich komplett eingewöhnt
hatte, aber dann merkte ich, wie ich mit der total netten und
offenen Familie von Tag zu Tag mehr zusammenwuchs. Meine
Gastfamilie war wie viele Amerikaner sehr religiös, weshalb
wir jeden Sonntag in die Kirche gingen. Nach dem Gottesdienst, der
vollkommen anders und viel lebendiger gestaltet wird als in
Deutschland und in dem Menschen jeden Alters sitzen, blieben wir
noch zwei Stunden in der Kirche, in denen wichtige Dinge wie
Entscheidungen über die Aufnahme neuer Mitglieder in die
Kirche besprochen wurden und die Jugendlichen Unterricht von einem
Pfarrer bekamen.
|

|
|
|
Auch
unter der Woche bekamen die jungen Gemeindemitglieder morgens vor
der Schule eine ¾ Stunde „seminary“ meistens,
indem eine Textstelle aus der Bibel oder dem „Book of
Mormon“ gelesen und besprochen wurde. Mir wurde jedoch immer
freigestellt an diesen Dingen teilzunehmen. Doch da ich diese Art
Kirche zu gestalten sehr interessant fand und sich der Glaube
nicht sonderlich von den evangelischen Vorstellungen
unterscheidet, begleitete ich meinen Austauschpartner meistens.
|
|
Die
Schule begann dort schon um 7:20 und nahm den größten
Teil des Tages ein.
An
den Wochenenden unternahm meine Gastfamilie mit mir Ausflüge,
wie zum Beispiel in das olympische Trainigscenter, in denen die
Athleten trainierten die auch jetzt an den olympischen
Winterspielen teilnehmen oder dem „Garden of the Gods“
ein Naturwunder, wie ich es bisher noch nicht gesehen hatte. Dort
ragen rote Sandsteinfelsen 5-50 Meter senkrecht aus dem Boden;
gerade bei Sonnenuntergang ein überwältigend schöner
Anblick!
|

|
|

|
Eins
meiner Highlights war auch eine Tour in die Rocky Mountains, wo
wir Ski fuhren und rodelten. Die Pisten dort ähneln denen in
den Alpen sehr, sie sind nur etwas breiter und weniger steil, was
das Skifahren entspannter macht, den Spaß jedoch nicht im
geringsten verringert. An diesem Dienstag hatten wir auf Grund des
Beginns eines neuen Halbjahres keine Schule, weshalb die mit gutem
neuem Schnee bedeckten Pisten angenehm frei waren. Ich genoss
diesen Tag ganz besonders, da mir immer wieder bewusst wurde, wie
wenig Zeit bis zur Abreise nur noch blieb. Inzwischen waren mein
Austauschpartner und ich gute Freunde geworden und auch mit den
anderen Familienmitgliedern verstand ich mich hervorragend.
|
|
Natürlich
vermisste ich ein paar deutsche Dinge wie dunkles Brot (auch wenn
das Essen in meiner Gastfamilie für amerikanische
Verhältnisse sehr gut war) oder Wasser ohne Chlorgeschmack,
aber hätte ich die Wahl gehabt, wäre ich sicher noch
länger dort geblieben, denn langweilig wurde es dort nie und
man lernte jeden Tag dazu und machte neue Erfahrungen!
Als
dann der Tag vor der Abreise kam hatte ich natürlich
keinerlei Motivation meinen Koffer zu packen, ich wollte ja den
letzten Rest der schönen Zeit genießen.
|

|
|
|
Nach
dem „dinner“ tauschten meine Gastfamilie und ich
Abschiedsgeschenke aus und machten noch einmal deutlich, dass man
sich gegenseitig jederzeit besuchen könne, denn mein
Austauschpartner hat in diesem Sommer wie viele andere nicht die
Möglichkeit nach Deutschland zu kommen, will es aber so bald
wie möglich nachholen.
|
|
Leider
kommt dieser Bericht nicht zu einem „Happy End“ was
die Amerikaner ja so mögen, sondern endet mit dem schon immer
ungeliebten Abschied. Am nächsten morgen brachte mich meine
Gastfamilie zu der Grandview-Highschool, wo wir nur wenig Zeit
hatten uns noch einmal zu verabschieden, bevor wir uns mit dem Bus
zum Flughafen wieder auf die Heimreise nach Deutschland machten.
In
diesem viel zu kurzen Austausch stellte sich für mich heraus,
dass sowohl die Menschen, als auch ihre Kultur und ihr Land
Deutschland so ähnlich und doch grundverschieden sind.
Abschließend
lässt sich sagen, dass ich diese wunderbare Zeit gegen Nichts
in der Welt eintauschen würde, es war eine der schönsten
meines Lebens! =)
|
|
|
Ein
amerikanisches Wochenende von Cornelia Schneidmüller
Ehrlich
gesagt hatte ich ein wenig Angst vor dem Wochenende, denn ich
würde für ganze zwei Tage keine anderen Deutschen sehen
und das war eine wirklich schlimme Sache ;) Es war aber sehr
schön, meine Gastfamilie hat mich am ersten Wochenende nach
Boulder mitgenommen, die Stadt mit der bedeutendsten Uni von
Colorado. Meine Austauschpartnerin und ich haben uns aber mehr für
die vielen Läden in der Pearl Street interessiert, in denen
teilweise merkwürdige Dinge verkauft wurden. Zum Beispiel gab
es in einem Laden verzierte Holzstöcke, die für 200
Dollar als „wands“ also Zauberstäbe, verkauft
wurden. Ich habe auch zum ersten Mal in meinem Leben
Speckschokolade gegessen, die gar nicht mal so schlecht war.
|
|
|
|
Am
Sonntag ist die große Schwester meiner Austauschpartnerin
mit ihrem Mann und ihrem Sohn zu Besuch gekommen. Wir haben ganz
typisch amerikanisch ein Footballspiel im Fernsehen gesehen (alle
haben laut gejubelt und sind herumgesprungen wenn ein Punkt
gemacht wurde) und wir haben mit allen Monopoly gespielt, was eine
anstrengende Sache war da Amerikaner harte Verhandlungspartner
sind wie ich festgestellt habe.
|
|
Für
mich war die beste Sache aber am nächsten Wochenende. Ich
bin ein riesiger South Park-Fan und meine Austauschpartnerin auch
(jeden Abend gab es South Park im Fernsehen) und so sind wir mit
der ganzen Familie am zweiten Wochenende in die Berge nach South
Park gefahren. Ich hatte vorher nicht gewusst das diese Stadt echt
existiert, aber sie gibt es. Das wichtigste war natürlich
ein Foto vor dem South Park City-Schild und vor der South Park
Elementary School Die Stadt ist winzig und dort ist echt
nicht viel los, aber es gibt überall Merchandise-Shops für
South Park und an manche Wände sind Figuren aus der Serie
aufgemalt. Ich als Fan war begeistert.
|
|
|
|
Nach
South Park sind wir nach Breckenridge gefahren, eine berühmte
Kleinstadt und Skigebiet. Wir haben in einem Ferienhaus 2 mal
übernachtet. Ich habe noch nie so ein Ferienhaus gesehen. Es
stand dem Wohnhaus meiner Gastfamilie in nichts nach, und das war
wirklich schon nicht klein.
Überhaupt
gab es dort viele riesige Ferienhäuser. Das Beste war aber
der riesige Fernseher und der Whirlpool auf dem Balkon. Man war im
Whirlpool, hat die Berge und die Umgebung gesehen und es hat
geschneit. Dann noch eine Wasserschlacht mit meiner
Austauschpartnerin
Breckenridge
ist ähnlich wie Boulder, nur natürlich kleiner. Doch
auch hier gab es merkwürdige Geschäfte auf die wir uns
natürlich gleich gestürzt haben und in denen wir
merkwürdige Hüte und Sonnenbrillen anprobiert haben.
|
|
Es
war ein langes Wochenende und so konnten wir uns noch Montag Abend
mit anderen Amerikanern und deren Austauschpartnern treffen.
Ich
fand das Wochenende super, ich habe die Verwandten meiner
Austauschpartnerin kennengelernt und habe viel von Colorado
gesehen. Und es war gar nicht schlimm für längere Zeit
keine Deutschen zu sehen ;)
|
|
|
|
Wie
wir unsere Geburtstage erlebt haben von Lisa
Backhaus und Rebecca Berthold
IAls
wir am Anfang erfuhren, dass wir unseren Geburtstag in Amerika
verbringen werden, sahen wir der Zeit mit gemischten Gefühlen
entgegen.
Auf
der einen Seite waren wir auf die neue Erfahrung und mal einen
anderen Geburtstag gespannt, auf der anderen Seite waren wir
traurig, dass wir unseren Geburtstag weit weg von unseren Freunden
und unserer Familie verbringen mussten.
|
|
An
unserem Geburtstag wurden wir morgens mit Kuchen, Geschenken und
Gesang von der ganzen Familie überrascht. Lisa musste dann
aufstehen und in die Schule gehen. Rebecca konnte ausschlafen und
gemütlich frühstücken.
Mittags
sind wir mit den Familien essen gegangen und konnten uns
aussuchen, was wir Nachmittags machen wollen. Wir sind dann beide
mit Freunden, deutschen und amerikanischen, einkaufen gegangen und
haben Zeit in der Stadt verbracht.
Abends
gab es wieder tolles Essen und eine kleine Überraschungsparty
mit tollem Kuchen.
Außerdem
haben auch unsere Familie und Freunde uns nicht vergessen, sondern
angerufen und Geschenke geschickt.
Unser
Geburtstag in Amerika war auf jeden Fall eine schöne,
unvergessliche Erfahrung, die wir gerne wiederholen würden.
|
|
|
|
|